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Dr. Jürgen Groß
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Montag, 15. März 2010

"Die Kunst des Wirtschaftens" - Kongress Bad Kissingen 2010

Wirtschaftskongress 10.-13. Juni 2010 - Bad Kissingen

folgender Text des Veranstalters, gibt Ihnen einen kurzen Überblick zu dem Kongress. Sie finden diesen, sowie weitere Informationen auf der Kongress-Webseite.
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"Jedes Geschäft muss künstlerisch behandelt werden, wenn es sicher und dauernd und durchaus zweckmäßig gelingen soll." (Novalis)

Wir brauchen eine neue Kunst im Prozess des Wirtschaftens. Zügellose Wachstumsphantasien haben das globale Wirtschaftssystem an den Rand des Zusammenbruchs geführt. In der Krise der Finanzmärkte manifestiert sich gleichzeitig eine tiefgreifende Krise der gesellschaftlichen Werte. Die oft einseitige Orientierung an Profit und Gewinn führt nicht zu nachhaltigen Erfolgen in einer sich neu findenden und verändernden Wirtschaftsordnung.


Es ist sprichwörtlich eine Kunst, als Unternehmer oder Führungskraft Antworten auf die immer komplexeren Fragen eines sich stetig wandelnden Markts zu finden. Als Zeitzeugen sind wir zugleich Handelnde und Betroffene im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit und Werteorientierung. Schon jetzt können wir erleben, wie innovative Unternehmen diese Herausforderung mit inspirierten Konzepten aufgreifen. Kreativität, Ästhetik, Mut zu neuem Denken und die Sehnsucht nach einer humanen Welt sind Wege, die wir vom 10. bis 13. Juni 2010 gemeinsam mit unseren Referenten auf dem großen Jahreskongress "Die Kunst des Wirtschaftens" eröffnen wollen.

Gemeinsam werden wir nach einer Architektur künftigen Wirtschaftens suchen, die ihren Platz einnimmt in einer Gesellschaft, in der es um mehr als materiellen Wohlstand geht. Letztlich richtet die Diskussion ihren Blick so nahtlos auf ein menschliches Miteinander, eine Kunst des Lebens und des gestaltungsfähigen Zusammenlebens.


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Quelle: Akademie Heiligenfeld GmbH

Sonntag, 7. März 2010

Wirtschaftsministerium will die Gründungskultur stärken und die Unternehmensnachfolge erleichtern

Internationale Vergleiche zeigen eine relativ schwach ausgeprägte Gründungsbereitschaft in Deutschland. Nach dem Länderbericht 2008 des "Global Entrepreneurship Monitor" (GEM) sind die Bürger in Deutschland pessimistischer als in den meisten vergleichbaren Ländern, was künftige Gründungschancen angeht. Zudem hält sie die Angst vor dem Scheitern häufig davon ab, überhaupt ein Unternehmen zu gründen. In beiden Kategorien liegt Deutschland im letzten Drittel.

Mit der Initiative "Gründerland Deutschland" will man nun auf breiter Ebene für die Themen Gründung und Unternehmergeist werben, Chancen und Möglichkeiten der unternehmerischen Selbständigkeit aufzeigen und die Gründungskultur in Deutschland stärken.

"Wir wollen mit der Gründerwoche Deutschland im November 2010 - als deutscher Beitrag zur internationalen "Global Entrepreneurship Week" - das Gründungsinteresse vor allem bei jungen Menschen wecken, indem wir in der Aktionswoche bundesweit Veranstaltungen von Unternehmen, Schulen, Hochschulen, Verbänden und Multiplikatoren bündeln.", so das Wirtschaftsministerium (BMWi)

Zudem soll der Gründergeist in den Hochschulen durch einen neuen Wettbewerb "EXIST-Gründungskultur - die Gründerhochschule" fefördert werden, in dem die besten diesbezüglichen hochschulweiten Gesamtstrategien ausgezeichnet werden.

Dieser Wettbewerb mit einem Volumen von mehr als 40 Millionen Euro wird voraussichtlich im März 2010 starten.

Daneben ist ein verstärktes Engagement für die Schülerprojekte "JUNIOR", "Deutscher Gründerpreis für Schüler" und "Unternehmergeist in die Schulen" geplant.

Nach Hochrechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn steht jedes Jahr bei über 70.000 Familienunternehmen die Regelung der Nachfolge an. Für etwa 8 % von ihnen findet sich kein Nachfolger.

Um Stilllegungen von Unternehmen und den Verlust von Arbeitsplätzen aufgrund gescheiterter Unternehmensnachfolgen zu vermeiden, soll der unternehmerische Generationswechsel in Deutschland erleichtert werden.

Mitte 2010 wird eine Informationsoffensive zum Thema Unternehmensnachfolge starten.

"Wir werden sie in die bestehende "nexxt-Initiative" einbetten, die neben dem BMWi von etwa 30 weiteren Partnern aus Institutionen der gewerblichen Wirtschaft, der Freien Berufe, der Kreditwirtschaft, der Medien und der Wissenschaft getragen wird. In diesem Rahmen soll auch die Nutzerfreundlichkeit der Nachfolgebörse "nexxt-change" optimiert werden, um noch bessere Vermittlungserfolge zu erzielen.", so der BMWi.

Quelle: Bundeswirtschaftsministerium 2010

Dienstag, 16. Februar 2010

Modernisierung von Mietwohnungen wird gefördert

Das Land Hessen fördert auch in 2010 die Modernisierung von Mietwohnungen.

Förderfähig ist die Modernisierung von Wohnungen durch bauliche Maßnahmen.
Dazu gehören:

  • die Verbesserung der Energie- und Wasserversorgung u. sanitären Einrichtungen,
  • bauliche Maßnahmen zur Eignung einer Wohnung für Menschen mit Behinderungen,
  • die Verbesserung der unmittelbaren Umgebung des Wohngebäudes (Grünflächen, Kinderspielplätze),
  • Verbesserung des Schallschutzes sowie der natürlichen Belichtung und Belüftung,
  • Verbesserung der Heizungstechnik sowie Erneuerung der Fenster
  • Verbesserung des Wohnungszuschnitts.

    Folgende Fördervoraussetzungen müssen eingehalten werden:
  • die Wohnungen müssen bis zum 31.12.1983 bezugsfertig geworden sein.
  • mit den Modernisierungsmaßnahmen darf noch nicht begonnen worden sein.
  • mind. 50 % der Mieter müssen der Modernisierung und der Miethöhe zugestimmt haben.

Die Förderung der Modernisierung von Mietwohnungen ist ein wichtiger Bestandteil der Wohnungspolitik, damit auch zukünftig im Wohnungsbestand geringverdienenden Haushalten preisgünstiger Wohnraum angeboten werden kann. Die Förderung besteht in der Gewährung von Darlehen, in Höhe von bis zu 85 % der förderungsfähigen Kosten je Wohnung.

Auskunft erteilt die Kreisverwaltung des Schwalm-Eder-Kreises, Fachbereich Wirtschaftsförderung - (Tel.: 05681/775-476).

Für das Programm des Landes muss der Schwalm-Eder-Kreis die Vorhaben bis Ende August 2010 melden. Für die Anmeldung ist ein Vordruck zu verwenden, der unter der o. a. Telefonnummer angefordert werden kann. Sie sollte bis spätestens 15.03.2010 erfolgen.

Pressemitteilung Schwalm-Eder Kreis v. Febr. 2010

Samstag, 30. Januar 2010

Land hilft Kleinunternehmen gegen Kreditklemme

Angesichts einer drohenden Kreditklemme wird Hessen Kleinunternehmen mit einem speziellen Darlehensprogramm unterstützen. Dies teilte das Wirtschaftsministerium am gestrigen Freitag mit.

Der mit zunächst 30 Millionen Euro ausgestattete Fonds ist für kapitalschwächere Betriebe mit in der Regel höchstens 15 Beschäftigten (ohne Auszubildende) gedacht, die Mittel für den laufenden Betrieb – etwa zur Vorfinanzierung von Aufträgen - benötigen. Der Fonds gewährt Nachrangdarlehen von bis zu 75 000 Euro, die als wirtschaftliches Eigenkapital zählen und damit die Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals gestatten. Voraussetzung ist, dass die Hausbank ebenfalls zusätzliche Mittel mindestens in Höhe der Hälfte der Landesfördermittel bereitstellt. So können rund 400 bis 500 Unternehmen zusätzliche Liquidität von insgesamt 45 Millionen Euro erhalten.

„Diese Ausgestaltung stellt sicher, dass es sich nicht um ein staatliches Kreditersatzprogramm handelt. Die Eigenkapitalstärkung der Unternehmen wird zu einer zusätzlichen Kreditvergabe der Banken und zu einer über die Krise herausreichenden Verbesserung des Ratings der Unternehmen führen“, erklärte Wirtschaftsminister Posch: „Die enge Einbindung der Kreditwirtschaft und die Bereitstellung zusätzlicher Mittel im Eigenrisiko der Kreditgeber sind ordnungspolitische Eckpfeiler des Programms.“

Das Programm ist zunächst bis Ende 2010 befristet. Es wird im Hausbankenverfahren über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen abgewickelt, die derzeit die administrativen Vorbereitungen trifft. Das Land übernimmt die Garantie für die Absicherung der Refinanzierung. „Dieser Fonds verdeutlicht, dass die Landesregierung den Belangen kleiner und mittlerer Unternehmen – gerade auch in der aktuellen Krise - besondere Aufmerksamkeit schenkt“, erklärten Posch und Weimar.

Der Fonds ergänzt das Angebot der Hessischen Landesregierung an mittelständische Unternehmen zur Stärkung ihres Eigenkapitals wie etwa den Beteiligungsfonds „Hessen Kapital für Gründung, Innovation und Wachstum“. Ferner hat das Land schon im November 2008 den Rahmen für Betriebsmittelbürgschaften deutlich ausgeweitet. Dieses Angebot wurde 2009 sehr stark nachgefragt. Zudem gibt es zinsverbilligte Darlehen für kleine und mittlere Unternehmen aus dem Kreditprogramm für Gründung und Wachstum.

Pressemitteilung hess. Wirtschaftsministerium vom 29.01.2010

Samstag, 28. November 2009

Regierung plant Maßnahmen gegen Kreditklemme

Die Bundesregierung will offenbar ein Maßnahmenpaket gegen die drohende Kreditklemme auflegen und so ein neues Kreditvolumen in Höhe von über 100 Milliarden Euro für die Wirtschaft generieren. Nach Plänen von Finanz- und Wirtschaftsministerium will die Regierung nach einem "Spiegel"-Bericht den Banken mit Geld aus dem Deutschlandfonds Forderungen im Umfang von zehn Milliarden Euro abkaufen und diese verbürgen. Mit dem Verkaufserlös sollten wiederum die Banken für die Wirtschaft neue Kredite unterlegen.

Nach Berechnungen von Regierungsexperten entsteht laut "Spiegel" so das mögliche Kreditvolumen von mehr als hundert Milliarden Euro. Ein weiterer Teil der geplanten Maßnahmen seien zusätzliche Globaldarlehen für die Banken. Dieses Staatsgeld sollen die Kreditinstitute als Kredite an Unternehmen weiterreichen. Dabei wolle der Bund weitgehend die Haftung für das Ausfallrisiko übernehmen. Auch hierfür seien zehn Milliarden Euro vorgesehen, dieses Geld solle ebenfalls aus dem Deutschlandfonds stammen.

Von einer Kreditklemme ist die Rede, wenn die Banken nicht mehr ausreichend oder gar keine Kredite mehr an Unternehmen vergeben

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QUELLE: AFP vom 28.11.2009

Freitag, 13. März 2009

Kinderbonus wird ab April ausgezahlt

Mit dem Gesetz zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland (Konjunkturpaket II) wurde der so genannte Kinderbonus beschlossen.

Die Familienkasse wird beginnend mit der laufenden Kindergeldzahlung im April zu den bekannten Auszahlungsterminen den Einmalbetrag in Höhe von 100 Euro pro Kind an die Kindergeldberechtigten auszahlen.

Eine gesonderte Antragstellung ist nicht erforderlich.

Im Jahr 2008 zahlten die Familienkassen fast 30 Milliarden Euro Kindergeld und Kinderzuschlag an Eltern und Alleinerziehende aus. Davon profitierten rund 15 Millionen Kinder und deren Eltern.

Quelle: Presse Info 024 vom 12.03.2009 Bundesagentur für Arbeit

Bundeswirtschaftsministerium bietet "Zukunftscheck Mittelstand" an

Mittelständische Unternehmen können ab sofort die Software "Zukunftscheck Mittelstand" nutzen, um ihre Kommunikation mit Banken bei der Kreditvergabe zu erleichtern.

Der "Zukunftscheck Mittelstand" ist ein besonders nutzerfreundliches Instrument, mit dem Unternehmen ihr Geschäftsmodell darstellen und bewerten können.
Er wurde vom Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik entwickelt.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung, Hartmut Schauerte: "Gerade jetzt ist Transparenz ein ganz wichtiger Faktor für die Finanzierungsverhandlungen mit den Banken. Mit Hilfe des Zukunftscheck können Mittelständler Schlüsselinformationen zum Unternehmen anschaulich aufbereiten und sind auf diese Weise gut auf die Verhandlungen vorbereitet."

Auch immaterielle Unternehmenswerte, wie Beziehungen zu Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten, Patente und Innovationen, die bislang bei der Kreditvergabe nur unzureichend berücksichtigt wurden, werden im "Zukunftscheck Mittelstand" mit einbezogen. Auf diese Weise profitieren beide Seiten: Für die mittelständischen Unternehmen wird der Kapitalzugang erleichtert, für die Banken die Einschätzung des Kreditrisikos.

Erhältlich ist der "Zukunftscheck Mittelstand" auf einer CD zu den Konjunkturpaketen in Deutschland, die man beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie beziehen kann. Ansprechpartner ist das Referat Öffentlichkeitsarbeit/Versand, Tel. 030-18 615 4171, E-Mail: bmwi@gvp-bonn.de

Weitere Informationen zum "Zukunftscheck Mittelstand" sowie eine Download-Version erhalten Sie unter http://www.akwissensbilanz.org/zukunftscheck.htm.

Pressemitteilung: BMWi vom 13.03.2009

Mittwoch, 18. Februar 2009

Dauerhafte steuerliche Entlastung für alle Kranken- und Pflegeversicherte

Bundesregierung beschließt Bürgerentlastungsgesetz

Die Bundesregierung hat heute den Entwurf des Gesetzes zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (Bürgerentlastungsgesetz) beschlossen.

Hierzu erklärt das Bundesministerium der Finanzen:
Mit dem Bürgerentlastungsgesetz können ab 1.1.2010 Beiträge für eine Kranken- und Pflegeversicherung deutlich besser steuerlich geltend gemacht werden als bisher. Insgesamt werden die Bürgerinnen und Bürger dadurch jährlich um rund 9,3 Mrd. € dauerhaft entlastet (volle Jahreswirkung). Insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren durch die gesetzliche Neureglung.

Ab dem kommenden Jahr werden demnach alle Aufwendungen für eine Kranken- und gesetzliche Pflegeversicherung auf sozialhilferechtlich gewährleistetem Leistungsniveau vollständig als Sonderausgaben steuerlich berücksichtigt. Damit trägt das geplante Gesetz dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 13. Februar 2008 Rechnung. Darin hatte das Gericht entschieden, dass Beiträge zu einer privaten Kranken- und Pflegeversicherung nicht im ausreichenden Umfang steuerlich berücksichtigt werden.

Um die soziale Balance zu wahren und eine Ungleichbehandlung zu vermeiden, sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung jedoch vor, privat als auch gesetzlich Versicherte gleichermaßen zu entlasten. Beiträge zur Krankenversicherung für Ehepartner, eingetragene Lebenspartner und Kinder sind ebenfalls von der Steuerbefreiung erfasst:

Im Einzelnen sind folgende Neuregelungen geplant:
der heutige Sonderausgabenabzug für alle sonstigen Vorsorgeaufwendungen, die neben Aufwendungen für die Altersvorsorge abziehbar sind, wird in einen Sonderausgabenabzug für Krankenversicherungsbeiträge (Basisabsicherungsniveau) und Beiträge für eine gesetzliche Pflegeversicherung (soziale Pflegeversicherung und private Pflege-Pflichtversicherung) umgestaltet.

Beiträge der steuerpflichtigen Person zugunsten einer Krankenversicherung für sich, ihren Ehegatten, ihren Lebenspartner im Sinne des § 1 Absatz 1 des Lebenspartnerschaftsgesetzes und für jedes Kind, für das ein Anspruch auf einen Freibetrag nach § 32 Absatz 6 EStG oder auf Kindergeld besteht, werden in diesem Rahmen in Höhe des existenznotwendigen Versorgungsniveaus als Sonderausgaben berücksichtigt. Insbesondere sind Prämien des am 1. Januar 2009 eingeführten Basistarifs der privaten Krankenversicherung in vollem Umfang Sonderausgaben, soweit darin kein Krankengeld enthalten ist.

Beiträge für eine gesetzliche Pflegeversicherung (soziale Pflegeversicherung und private Pflege-Pflichtversicherung) sind in voller Höhe als Sonderausgaben abziehbar.
Zur Vermeidung von Schlechterstellungen wird im Rahmen einer Günstigerprüfung zum alten Recht stets der höhere Abzugsbetrag berücksichtigt.

Die als Sonderausgaben abziehbaren Beiträge werden bereits im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigt - bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern in pauschalierter Form.
Die vom Unterhaltsverpflichteten tatsächlich geleisteten Beträge für die Kranken- und Pflegepflichtversicherung des Unterhaltsberechtigten werden im Rahmen des sog. begrenzten Realsplittings nach § 10 Absatz 1 Nummer 1 EStG sowie nach § 33a Absatz 1 Satz 1 EStG – soweit sie für die Erlangung eines sozialhilfegleichen Versorgungsniveaus erforderlich sind – durch entsprechende Erhöhung der jeweiligen Höchstbeträge berücksichtigt.

Pressemitteilung: BMF vom 18.02.2009

Freitag, 28. November 2008

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im November 2008

„Der Arbeitsmarkt ist noch stabil. Dies zeigen die aktuellen Zahlen: die Arbeitslosigkeit ist im November weiter gesunken. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm zu. Und die Nachfrage der Unternehmen nach Mitarbeitern befindet sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass der wirtschaftliche Abschwung den Arbeitsmarkt bald erfassen wird.“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.

Arbeitslosenzahl im November:-8.000 auf 2.988.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:-437.000
Arbeitslosenquote im November:-0,1 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent

Die Arbeitslosigkeit hat sich von Oktober auf November im Zuge der auslaufenden Herbstbelebung um 8.000 oder 0,3 Prozent auf 2.988.000 verringert (West: -5.000 auf 1.985.000; Ost: -4.000 auf 1.003.000). Der absolute und relative Rückgang war deutlich schwächer als im Durchschnitt der letzten drei Jahre (-56.000 oder -1.4 Prozent). Das Saisonbereinigungsverfahren errechnet für den November einen Rückgang von 10.000. Damit setzt sich die bisherige Entwicklung im aktuellen Monat zwar fort, der Rückgang schwächt sich allerdings zunehmend ab. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im November 390.000 oder 12 Prozent weniger Arbeitslose gezählt. Mittlerweile ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Rechtkreis SGB II – absolut und relativ gesehen – größer als im Rechtskreis SGB III.

Der anhaltende Rückgang der Arbeitslosigkeit erklärt sich vor allem mit dem konjunkturbedingten Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Geholfen haben außerdem die Arbeitsmarktreformen sowie ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot. Bei der Interpretation der aktuellen Entwicklung muss auch berücksichtigt werden, dass Ende 2007 vorruhestandsähnliche Regelungen ausgelaufen sind, die die Arbeitslosigkeit reduziert haben. Personen, die früher diese Regelungen in Anspruch genommen hätten, werden nun als Arbeitslose gezählt. Im bisherigen Jahresverlauf dürfte das die Arbeitslosigkeit monatlich in der Größenordnung von 10.000 erhöht haben.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Oktober saisonbereinigt um 37.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach Daten der Bundesagentur für Arbeit, die bis September reichen, saisonbereinigt um 51.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Zuge der Herbstbelebung von September auf Oktober um 188.000 auf 40,91 Millionen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr hat die Erwerbstätigkeit um 518.000 zugenommen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im September nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit bei 28,00 Millionen, gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 578.000. Dabei entfallen knapp zwei Drittel des Beschäftigungsplus auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. Die anderen Formen der Erwerbstätigkeit haben sich im Vorjahresvergleich nur wenig verändert.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den Oktober auf 2,69 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 6,2 Prozent.

Die Zahlung von Kurzarbeitergeld soll Arbeitnehmern ihre Arbeitsplätze und Betrieben ihre eingearbeiteten Mitarbeiter erhalten und damit Arbeitslosigkeit vermeiden. Vor Beginn der Kurzarbeit müssen die Betriebe eine Anzeige über den Arbeitszeitausfall erstatten. Diese Anzeigen sind als potenzielle Zugänge in die Kurzarbeit zu interpretieren. Im Oktober lagen Anzeigen für 57.000 Kurzarbeiter vor. Im Vergleich zum Vormonat war das ein Anstieg um 30.000 und im Vergleich zum Vorjahr um 42.000 angezeigte Kurzarbeiter. Es ist davon auszugehen, dass sich die Zahl der Kurzarbeiter in den nächsten Monaten infolge der konjunkturellen Abkühlung deutlich erhöhen wird.

Das gemeldete Stellenangebot insgesamt und darunter auch die ungeförderten Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, haben im November saisonbereinigt um 4.000 bzw. 3.000 abgenommen. Im Durchschnitt der letzten drei Monate hat es praktisch keine Veränderungen gegeben. Nicht saisonbereinigt verringerte sich der gesamte Stellenbestand von Oktober auf November um 32.000 auf 539.000. Von diesen Stellen waren 91 Prozent sofort zu besetzen. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Bestand um 38.000 abgenommen. Von allen gemeldeten Stellen entfielen 337.000 auf ungeförderte Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Das waren 25.000 weniger als vor einem Monat und 22.000 weniger als vor einem Jahr.

Der Stellenbestand schlägt sich relativ schnell um. Dabei sind besonders die Veränderungen der Stellenzugänge von ungeförderten Stellen für „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse ein Indikator für die Einstellungsbereitschaft der Betriebe. Sie belegen eine weiterhin hohe Nachfrage nach Arbeitskräften. So wurden im November 130.000 derartige Stellen neu gemeldet. Im Vormonatsvergleich errechnet sich ein saisonbereinigter Rückgang von 8.000. Gegenüber dem Vorjahr gingen 16.000 weniger Stellen ein. Die neu gemeldeten Stellen für ungeförderte „normale“ sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse waren im November zu 51 Prozent sofort zu besetzen.

Pressemitteilung Nr. 072 Bundesagentur für Arbeit vom 27.11.2008

Donnerstag, 20. November 2008

Die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland im November 2008

Die Auswirkungen der Finanzkrise sowie die zunehmende globale Abschwächung setzen die Wirtschaftsentwicklung weltweit einer doppelten und sich verstärkenden Belastung aus. Neben den USA befinden sich inzwischen eine Reihe von anderen Ländern, darunter wichtige deutsche Handelspartner in der EU sowie Japan, am Rande oder bereits in einer Rezession. Darüber hinaus hat sich auch das bisher kräftige Wachstum in wichtigen großen Schwellenländern zum Teil deutlich abgeschwächt. Insgesamt zeichnet sich für die Weltkonjunktur daher eine spürbare Abwärtsbewegung ab. Damit haben sich auch die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft weiter merklich eingetrübt. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung, in Abstimmung mit den Partnerländern, Maßnahmenpakete zur Stabilisierung der Finanzmärkte und zur Sicherung der Wachstumsperspektiven auf den Weg gebracht.

Die im Verlauf des ersten Halbjahres 2008 einsetzende Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Leistung hat sich nach den nun vorliegenden vorläufigen Ergebnissen im dritten Quartal verstärkt fortgesetzt. Hiernach ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preis, - kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem zweiten Quartal um 0,5 % zurück. Leichte Wachstumsimpulse gingen von den privaten und öffentlichen Konsumausgaben sowie von positiven Vorratsveränderungen aus. Der Außenhandel dämpfte dagegen per saldo das Wachstum im dritten Quartal. In den kommenden Monaten deutet sich nach den vorliegenden Konjunkturindikatoren keine grundlegende Trendwende an. Die Entwicklung im Produzierenden Gewerbe wird vor allem durch die anhaltende internationale, aber auch nationale Nachfrageschwäche beeinträchtigt. Entlastend wirkt vor diesem Hintergrund der in den letzten Monaten zu verzeichnende spürbare Rückgang der Preise für Energieträger und sonstige Rohstoffe. Hierdurch werden einerseits die Produktionskosten gesenkt und damit Anreize für Investitionen gesetzt, andererseits werden die Kaufkraft der Verbraucher gestärkt und Impulse für den privaten Konsum freigesetzt. Auch der rückläufige Eurowechselkurs korrigiert die zuvor starke Aufwertung und trägt zur Erhaltung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit bei. Andererseits führen fallende Rohstoffpreise zu sinkenden Einnahmen in den Exportländern und schwächen so die Nachfrage nach deutschen Produkten, insbesondere nach solchen des Maschinen- und Anlagenbaus.

Die schwächere weltwirtschaftliche Dynamik macht sich vor allem in der besonders stark vom Export abhängigen Industrie bemerkbar. Dies war ein maßgeblicher Faktor für die im dritten Quartal insgesamt rückläufige Entwicklung im Produzierenden Gewerbe. Die Gesamterzeugung schwächte sich hier saisonbereinigt im September kräftig um 3,6 % ab und lag im gesamten dritten Quartal spürbar um 1,3 % unter dem Vorquartal. In der Industrie verringerte sich der Ausstoß zuletzt um 3,8 %. Insgesamt setzte sich damit der Rückgang der Industrieproduktion im dritten Quartal mit -1,2 % verstärkt fort. Auch im Bauhauptgewerbe wurde die Erzeugung zuletzt eingeschränkt (-1,7 %), dabei kam es allerdings hier im Quartalsvergleich zu keiner nennenswerten Veränderung (+0,1 %). Binnen Jahresfrist lag die Produktion im dritten Quartal arbeitstäglich bereinigt in der Industrie noch leicht über (+0,2 %) und im Bauhauptgewerbe um 0,6 % unter dem Stand des Vorjahres. Die anhaltende Schwäche der Bestelltätigkeit sowohl in der Industrie als auch im Bauhauptgewerbe signalisiert für die kommenden Monate eine Fortsetzung der schwachen Entwicklungen. Wenngleich der im September zu verzeichnende Einbruch der Industrienachfrage um saisonbereinigt 8,0 % überzeichnet sein dürfte, so ist doch auch die Entwicklung der Bestellungen im gesamten dritten Quartal mit -3,9 % weiter sehr schwach. Im Bauhauptgewerbe kam es zuletzt im August zu einem kräftigen Nachfrageeinbruch (-10,0 %). Im Dreimonatsvergleich zeigt sich die Nachfrage ebenfalls abwärts gerichtet (-2,7 %). Auf eine anhaltend schwache Entwicklung in der Industrie und im Bauhauptgewerbe deutet auch die stark unterkühlte und zuletzt weiter eingetrübte Stimmung in diesen Wirtschaftsbereichen hin.

Die privaten Konsumausgaben haben sich im dritten Quartal dagegen leicht belebt. Vor allem das ruhigere Preisklima in Deutschland und die stärkere Entwicklung der Tariflöhne- und -gehälter dürften derzeit den privaten Konsum stützen. Die Einzelhandelsumsätze (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen und ohne Tankstellen) - einer der wichtigsten Indikatoren für den privaten Konsum - schwächten sich im September zwar um preis- und saisonbereinigt 1,0 % ab (August: +1,6 %), im gesamten dritten Quartal ergibt sich allerdings ein leichtes Plus von 0,2 % gegenüber dem äußerst schwachen Vorquartal. Allerdings ist wohl nur mit einer allenfalls moderaten Belebung des privaten Konsums in näherer Zukunft zu rechnen. Dies scheinen auch die Stimmungsindikatoren zu bestätigen. Während sich die Geschäftserwartungen der Einzelhändler im Oktober weiter deutlich eintrübten, zeigte sich das Verbrauchervertrauen von Oktober auf November unverändert.

Vom Außenhandel gingen im dritten Quartal bei schwachen Exporten und stark gestiegenen Importen per saldo negative Wachstumsimpulse aus. Die nominalen Warenexporte nahmen im September saisonbereinigt um 0,7 % zu, nach -0,3 % im Vormonat. Gegenüber dem zweiten Quartal blieben die Ausfuhren im dritten Quartal unverändert (+0,0 %). Das Niveau des Vorjahresquartals wurde zuletzt nur noch um 4,1 % (Ursprungszahl) übertroffen. Die nominalen Wareneinfuhren nahmen im September um 0,9 % zu. Im gesamten dritten Quartal blieb die Importdynamik ausgesprochen kräftig, die Einfuhren erhöhten sich saisonbereinigt um 4,9 %. Vom Außenbeitrag insgesamt dürften angesichts der weiter eingetrübten konjunkturellen Perspektiven der Weltwirtschaft auch absehbar keine nennenswerten Wachstumsimpulse für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ausgehen.

Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich angesichts der noch nachwirkenden guten Konjunktur zu Beginn dieses Jahres und der Herbstbelebung in einer noch recht soliden Verfassung. Die Arbeitslosigkeit ging im Oktober saisonbereinigt weiter zurück (-26.000), die Erwerbstätigkeit nimmt, wenngleich weniger stark als in den letzten Monaten, weiter zu (September: +20.000). Die Zahl der Arbeitslosen ging zuletzt erstmals seit 1992 auf unter drei Millionen (2,997 Mio.) Personen zurück. Im Vorjahresvergleich wurden 437.000 Arbeitslose weniger registriert. Die Arbeitslosenquote sank bundesweit auf 7,2 %. Die Dynamik beim Abbau der Arbeitslosigkeit und beim Beschäftigungsaufbau hat sich aber weiter verringert. Mit 40,40 Mio. Erwerbstätigen (Inlandskonzept) waren im September 545.000 Personen mehr erwerbstätig als vor einem Jahr (August: +591.000).

Das Preisklima in Deutschland hat sich im Oktober weiter entspannt, und auch in den kommenden Monaten ist angesichts des deutlich beruhigten Preisauftriebs an den internationalen Rohstoffmärkten mit weiterer Entspannung zu rechnen. Der Rohölpreis der Sorte Brent ist in den Monaten seit seinem Höchststand Anfang Juli von rd. 145 US-Dollar bis Mitte November auf rund 50 US-Dollar je Barrel gesunken. Gegenüber dem Vormonat gingen die Verbraucherpreise im Oktober um 0,2 % zurück. Ausschlaggebend war hier der deutliche Preisrückgang bei Kraftstoffen und Heizöl. Die Jahresteuerungsrate der Verbraucherpreise sank auf +2,4 %. Der Preisauftrieb auf Jahressicht ist damit zwar immer noch beachtlich, hat seit seinem Höhepunkt im Juli/August (+3,3 %) aber bereits deutlich abgenommen. Die Kernrate - also die Preissteigerungen ohne Energie und saisonabhängige Nahrungsmittel - verringerte sich im Oktober auf 1,6 %.

Quelle: Pressemiitelung BMWI vom 20.11.2008

Dienstag, 18. November 2008

Erwerbstätigkeit erreicht neuen Höchststand im ... 3. Quartal 2008

Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hatten im dritten Quartal 2008 rund 40,5 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland, 582.000 Personen oder 1,5% mehr als vor einem Jahr. Die Erwerbstätigkeit übertraf damit den bisherigen Höchststand aus dem 4. Quartal 2007 von rund 40,3 Millionen Personen. Dabei fiel der Anstieg der Erwerbstätigkeit im Berichtsquartal geringfügig schwächer aus als im zweiten Quartal 2008, in dem die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr um 598.000 Personen zugenommen hatte.

Die Beschäftigungsgewinne vom zweiten auf das dritte Quartal 2008 lagen bei + 273.000 Personen oder + 0,7% und damit nur leicht unter dem starken Quartalszuwachs des Vorjahres (drittes Quartal 2007 gegenüber zweites Quartal 2007: + 289.000 Personen oder ebenfalls + 0,7%). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, stieg die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2008 gegenüber dem Vorquartal um 103.000 Personen (+ 0,3%).

Während aus gesamtwirtschaftlicher Sicht aktuell eine konjunkturelle Abschwächung zu beobachten ist, verlief die Erwerbstätigkeit somit allen vorliegenden Erkenntnissen zufolge im Berichtsquartal insgesamt weiterhin günstig.

Die differenzierte Darstellung nach Wirtschaftsbereichen zeigt, dass sich der Beschäftigungsaufbau im sekundären Sektor im dritten Quartal 2008 abschwächte und im Gegenzug im tertiären Sektor leicht beschleunigte. So wuchs die Zahl der Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe im dritten Quartal 2008 mit einem Plus von 108.000 Personen oder 1,4% gegenüber dem Vorjahr weniger stark als ein Quartal zuvor (zweites Quartal 2008: + 131.000 Personen oder + 1,7%), während im Baugewerbe mit einem Minus von 22.000 Personen oder - 1,0% mehr Arbeitsplätze verloren gingen als im zweiten Quartal 2008 mit - 18.000 Personen oder - 0,8%. Dagegen entwickelte sich die Beschäftigung in den Dienstleistungsbereichen insgesamt mit einem Plus von 492.000 Personen oder + 1,7% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum äußerst stabil. Der Vorjahresabstand hat sich hier wieder leicht vergrößert (zweites Quartal 2008: + 480.000 Personen oder + 1,7%).

Im primären Sektor, der Land- und Forstwirtschaft, wurden per Saldo in etwa genauso viele Arbeitsplätze geschaffen wie im Vorquartal (drittes Quartal 2008; + 4.000 Personen oder + 0,5%, zweites Quartal 2008: + 5.000 Personen oder + 0,6%).

Der insgesamt zu verzeichnende Anstieg der Erwerbstätigkeit im Vorjahresvergleich resultierte zum größten Teil aus der Zunahme der Zahl der Arbeitnehmer, die sich im dritten Quartal 2008 um 574.000 Personen (+ 1,6%) auf 36,0 Millionen Personen erhöhte. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger wuchs im Berichtsquartal leicht um 8.000 Personen (+ 0,2%) auf rund 4,5 Millionen. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung bei den Arbeitnehmern war weiterhin der Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung.

Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat sich im dritten Quartal 2008 die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% auf 363,0 Stunden erhöht. Mit dazu beigetragen hat, dass im dritten Quartal 2008 ein Arbeitstag mehr zur Verfügung stand als im entsprechenden Vorjahresquartal. Gleichzeitig stieg das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen - um 1,5% auf 14,7 Milliarden Stunden an.

Über die Erstberechnung der Erwerbstätigen und der geleisteten Arbeitsstunden für das dritte Quartal 2008 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse ab dem ersten Quartal 2008 im Rahmen der turnusmäßigen Überarbeitung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen neuberechnet. Aus der Neuberechnung der Quartalsergebnisse resultierte auf gesamtwirtschaftlicher Ebene ein Änderungsbedarf der Erwerbstätigenzahlen von maximal 0,1% gegenüber dem bisherigen Rechenstand.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 432 vom 18. November 2008

Donnerstag, 13. November 2008

Schwalm-Eder sucht das seniorenfreundliche Einzelhandelsgeschäft

Der Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises hat beschlossen, eine Kampagne "Seniorenfreundliches Einkaufen im Schwalm-Eder-Kreis" zu starten.

Nach Mitteilung von Landrat Frank-Martin Neupärtl hat der Kreisseniorenbeirat entsprechend einer Bitte des Kreistages inzwischen Kriterien entwickelt, die geeignet sind, um älteren Menschen den Einkauf zu erleichtern.
Zu diesen Merkmalen zählen u.a. freundlicher Service und Beratung, übersichtliches Warenangebot, barrierefreier Zugang, Lieferservice usw. Unternehmen, deren Einrichtung und Angebot sich an diesen Kriterien orientieren, werden nach Prüfung durch eine Kommission, die aus Vertretern des Kreisseniorenbeirates gebildet wird, ausgezeichnet.

Die Kreisverwaltung und die Mitglieder des Kreisseniorenbeirats erhoffen sich von dieser Kampagne, dass viele Unternehmen den Weg zu mehr Seniorenfreundlichkeit gehen werden und somit der Schwalm-Eder-Kreis bald über eine große Zahl an Geschäften verfügen wird, die den Kriterien für seniorenfreundliches Einkaufen entsprechen.

Unternehmen, die als "Seniorenfreundlicher Betrieb" ausgezeichnet werden möchten, können sich an die Sozialverwaltung des Schwalm-Eder-Kreises (( 0 56 81 / 775-225) wenden.

Quelle: Pressemitteilung Schwal-Eder Kreis vom 13.11.2008

Montag, 10. November 2008

Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt übergangsweise

Weniger Arbeitslose, mehr Beschäftigte – dadurch kann der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung weiter sinken. Er wird am 1. Januar 2009 von bisher 3,3 auf 2,8 Prozent reduziert. Beschäftigte und Unternehmen werden dadurch im kommenden Jahr um vier Milliarden Euro entlastet.

Nach der Zustimmung durch das Bundeskabinett befürwortete der Bundesrat, den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung dauerhaft von 3,3 auf 3,0 Prozent zu senken. Mit Beginn des kommenden Jahres wird er befristet bis Juni 2010 sogar auf 2,8 Prozent sinken. Möglich ist das durch die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.
1,6 Millionen weniger Arbeitslose

Insgesamt gibt es 1,6 Millionen Arbeitslose weniger und 1,6 Millionen Erwerbstätige mehr als vor drei Jahren. Dadurch konnte die Bundesagentur für Arbeit (BA) hohe Rücklagen bilden. Bis Ende 2008 belaufen sie sich auf 15 bis 16 Milliarden Euro.

Diese "Dividende" wird an die Arbeitnehmer und Arbeitgeber ausgezahlt. Auch wenn die Arbeitslosigkeit infolge der Finanzkrise wieder leicht ansteigen sollte, bleibt der BA-Haushalt solide finanziert.

Arbeitslosenversicherungsbeitrag mehr als halbiert

Innerhalb von 24 Monaten hat die Bundesregierung den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung mehr als halbiert. Bis Ende 2006 betrug der Beitragssatz noch 6,5 Prozent.

Die Absenkung auf 3,0 Prozent entlastet die Beitragszahler jährlich um 28 Milliarden Euro. Bis zum 30. Juni 2010 sind es sogar über 30 Milliarden.

Lohnzusatzkosten unter 40 Prozent halten

Soziale Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif. Aber dank guter Konjunktur und eingeleiteter Reformen konnte die Bundesregierung die Lohnzusatzkosten in den vergangenen drei Jahren um rund zwei Prozentpunkte senken.

Für die Beschäftigten und die Unternehmen bedeutet das bei einem Jahresbruttoeinkommen von 30.000 Euro eine Entlastung von jeweils 265 Euro im Vergleich zu 2006.

Ziel der Bundesregierung bleibt, die paritätisch finanzierten Sozialversicherungsbeiträge unter 40 Prozent zu halten.

Lohnzusatzkosten
Die paritätisch, also je zur Hälfte von den Arbeitnehmern und Arbeitgebern, finanzierten Sozialversicherungsbeiträge (für Arbeitslosen-, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung) liegen gegenwärtig bei 39,16 Prozent. Diese Lohnzusatzkosten steigen zum 1. Januar 2009 leicht auf insgesamt 39,25 Prozent.Während der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung um 0,5 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent sinkt, steigt der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung um 0,6 Prozentpunkte auf 14,6 Prozent. Für die gesetzlich Krankenversicherten kommt seit Juli 2005 ein Zusatzbeitrag von 0,9 Prozentpunkte hinzu. Davon sind die Arbeitgeber nicht betroffen.

Quelle: Presserklärung der Bundesregierung vom 07. November 2008

Dienstag, 28. Oktober 2008

Bundesagentur legt Finanzbericht vor

Auch im dritten Quartal des Jahres 2008 hat sich die Finanzlage der Bundesagentur für Arbeit (BA) weiter verbessert. Der wirtschaftliche Aufschwung und ein robuster Arbeitsmarkt stabilisierten die Einnahmen aus den Versichertenbeiträgen und hielten die Ausgaben für das Arbeitslosengeld und die sonstigen Leistungen der Arbeitsförderung nach dem SGB III in Grenzen.

In den ersten drei Quartalen hat die BA insgesamt 27,7 Milliarden Euro eingenommen. Der unterjährige Sollwert wurde damit nur leicht um 0,1 Milliarden Euro unterschritten. Das Einnahmedefizit ging auf geringere Umlage- und Verwaltungskosteneinnahmen zurück. Dank der zunehmenden Zahl der Versicherungspflichtigen entsprachen die Beitragseinnahmen hingegen den Erwartungen.

Den Einnahmen standen Ausgaben in Höhe 30,3 Milliarden Euro gegenüber, 3,5 Milliarden Euro weniger als erwartet. Dabei waren bei allen wesentlichen Ausgabearten Entlastungen zu verzeichnen. Das bisherige günstige konjunkturelle Umfeld wirkte sich unmittelbar vor allem auf die Ausgaben für Arbeitslosengeld (10,9 Milliarden Euro; rund -2 Milliarden Euro zum Sollwert) und mittelbar über eine geringe Kundenzahl auf die Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik aus.

Infolgedessen ergibt sich am Ende des dritten Quartals ein Finanzierungsdefizit von 2,6 Milliarden Euro. Die Ausgaben enthalten aufgrund der Einrichtung des neuen Versorgungsfonds zum Jahresbeginn 2008 eine Sonderbelastung von 2,5 Milliarden Euro. Lässt man diese außer Betracht, ergibt sich ein operatives Minus von 75 Millionen Euro; die unterjährige Haushaltsplanung sah für Ende September ein Defizit von 3,5 Milliarden Euro vor.

Auswirkungen der Krise auf den Finanzmärkten und abnehmende Konjunkturaussichten sind in den bisherigen Finanzergebnissen der BA noch wenig zu verspüren. Für den weiteren Jahresverlauf bestehen aber Risiken hinsichtlich der prognostizierten Höhe der Beitragseinnahmen und möglicher höherer Ausgaben für Arbeitslosengeld und Kurzarbeitergeld. Auch für das kommende Jahr sind die Ausgangspositionen ungünstiger: Die Zahlen der Beitragspflichtigen bzw. der Arbeitslosen werden sich verschlechtern. Außerdem wird die kürzlich vom Bundeskabinett beschlossene Senkung des Beitragssatzes in der Arbeitslosenversicherung zu Einnahmeminderungen im Jahr 2009 von etwa vier Milliarden Euro führen. Die BA nimmt die veränderte Situation als Herausforderung an. Die finanziellen Rücklagen der BA ermöglichen es, Defizite eine Zeitlang auszugleichen.

Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 28. Oktober 2008

Konsumklima bleibt auf niedrigem Niveau stabil

Das Konsumklima in Deutschland wird nach der neuesten Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im November in etwa unverändert bleiben. Nach revidierten 1,8 Punkten im Oktober prognostiziert die GfK für November einen Wert von 1,9 Punkten.

Während sich die Einkommenserwartungen verbesserten, schwächten sich die Anschaffungsneigung und vor allem die Konjunkturerwartungen ab.
Die Finanzmarktkrise und die deutlicher werdende konjunkturelle Abschwächung in Deutschland wie auch weltweit belasten das Konsumklima noch nicht nennenswert. Zwar nehmen die Rezessionsängste wohl auch angesichts der vermehrten Meldungen der Unternehmen über geplanten Stellenabbau zu und belasten auch die Anschaffungsneigung höherwertiger Konsumgüter. Dennoch haben sich die Einkommenserwartungen merklich verbessert.

Bis zum Jahresende könnten sich die privaten Konsumausgaben ausgehend von einem niedrigen Niveau stabil halten oder sogar leicht beleben. Die Impulse hierfür dürften vom Rückgang des Preisauftriebes sowie der Lohnentwicklung ausgehen. Die bislang noch recht positive Beschäftigungsentwicklung wird allerdings nicht mehr lange stützend wirken.

Pressemitteilung, BMWi vom 28.10.2008

Freitag, 24. Oktober 2008

"Erste Hilfe" in Finanzfragen

Erste Hilfe in Finanzfragen bieten die Verbraucherzentralen ab Freitag, den 24. Oktober 2008, mit einer bundesweiten kostenfreien Telefon-Hotline. Unter der Telefonnummer 0800 - 6648588 (kostenfrei aus dem Festnetz) stehen ab heute die Finanzexperten der Verbraucherzentralen Betroffenen und Besorgten Rede und Antwort.
Die durch das Bundesverbraucherministerium finanzierte Hotline ist montags bis freitags von 9.00 bis 21.00 Uhr zu erreichen.

"Als Bundesverbraucherministerium lassen wir die Bürgerinnen und Bürger in der Finanzkrise nicht allein", sagte Ursula Heinen, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesverbraucherminister. "Gemeinsam mit den Experten aus den Verbraucherzentralen wollen wir den Menschen schnell, unkompliziert und kostenlos erste Hilfe in Finanzfragen erteilen."
"Der Ansturm der ratsuchenden Verbraucher bei den Verbraucherzentralen hat gezeigt, wie sehr sich die Verbraucher nach unabhängigen und verlässlichen Informationen sehnen", sagte Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, zum Auftakt der Hotline. Die Bandbreite der Fragen zeige die enorme Verunsicherung, die es abzubauen gilt:
Wie sicher sind meine Spareinlagen, soll ich aus meinem Fonds aussteigen, was ist mit meinem Bauspar- oder Riester-Vertrag? Darüber hinaus bangen Lehman- oder Kaupthing-Geschädigte um ihr Erspartes und suchen einen ersten Rat.

Gerd Billen: "Vertrauen kann nur schaffen, wer Vertrauen genießt."Unter der Telefonnummer 0800 - 6648588 (0,00 Cent/Min. aus dem Festnetz - andere Netzbetreiber eventuell abweichend) sind von Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 21:00 Uhr unabhängige Finanzexperten der Verbraucherzentralen zu Fragen rund um die Finanzkrise erreichbar:

  • Welche Anlageprodukte sind geschützt?
  • Wie sicher sind Spareinlagen, das Geld auf dem Girokonto, das Kreditkarten-Guthaben oder das Sparkonto?
  • Was passiert mit Aktien, Anleihen, Zertifikaten, wenn eine Bank pleite macht?
  • Was ist mit meinem Bausparvertrag oder dem Riester-Sparvertrag?
  • Ist die Lebensversicherung sicher?


Pressemitteilung Verbraucherzentrale Bundesverband - vzbv vom 23.10.2008

Sonntag, 19. Oktober 2008

Bedeutung von Familienunternehmen in Wirtschaft und Gesellschaft

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in einer Studie die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen untersucht.

Danach sind 93 % aller Unternehmen in Deutschland eigentümergeführte Familienunternehmen. Sie beschäftigten rund 57 % aller Arbeitnehmer und erzielen fast die Hälfte des Umsatzes aller Unternehmen.

Zu den dominierenden Zielen mittelständischer Familienunternehmen gehören die Sicherung des Unternehmensfortbestandes und die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes. Viele sind mit ihrer Region eng verbunden und zeichnen sich dabei durch ein besonderes soziales, ökologisches oder sportbezogenes Engagement aus. Sie bilden damit auch einen wichtigen Stabilitätsfaktor unserer Gesellschaft.

Nach der Umfrage des ZEW wirkt sich das gesellschaftliche Engagement auch wirtschaftlich positiv aus. So trägt es v. a. zu einer höheren Mitarbeitermotivation, zu einer Imageverbesserung des Unternehmens und zur Steigerung der Kundenzufriedenheit bei.

Deshalb planen Familienunternehmen, ihr Engagement zugunsten des Gemeinwohls in Zukunft sogar noch auszudehnen. Die öffentliche Kommunikation über das eigene gesellschaftliche Engagement spielt bei den meisten Familienunternehmen nur eine untergeordnete Rolle. Zwar werden zum Teil Berichte über die gesellschaftlichen Aktivitäten erstellt, aber das Engagement für das Gemeinwohl wird kaum im Marketing eingesetzt.

Quelle: Pressemitteilung Bundeswirtschaftsminitserium

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Schwarzbuch 2008 online veröffentlicht

Am 09. Oktober 2008, um 11.00 Uhr, präsentiert der Bund der Steuerzahler im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin das neue Schwarzbuch. Pünktlich zu diesem Termin geht das Schwarzbuch auch in einem neu gestalteten Auftritt online. Bedienerfreundlichkeit, ein optisch ansprechendes Design und die Einarbeitung neuer Funktionen stehen im Vordergrund des neuen Auftritts. Hier kommen Sie direkt zum Schwarzbuch!

Mit dem Schwarzbuch will der Bund der Steuerzahler auf besondere Fälle öffentlicher Verschwendung aufmerksam machen.

Es wird dem Nutzer ermöglicht, sich die Fälle nach Kategorien auflisten zu lassen. Übersichtlich werden alle Schwarzbuchfälle auch nach den Bundesländern geordnet präsentiert. Nutzer können sich das Schwarzbuch auch komplett als pdf herunterladen oder in gedruckter Form bestellen.

Viele neue, vor allem interaktive Funktionen erweitern die Möglichkeiten für den Nutzer. Dem Leser wird die Möglichkeit geboten, einzelne Fälle als besonders herausragend zu wählen. Damit können stets aktuell die Top-Ten-Leseempfehlungen der User mitverfolgt werden. Kommentare können verfasst und die Fälle verschickt werden. Versendet werden können auch speziell gestaltete E-Cards, die auf das Schwarzbuch Bezug nehmen.

Für die Vertreter der Medien wird auf den neuen Internetseiten umfangreiches Audio-, Bild- und Textmaterial zum Download angeboten.

Der neue Internet-Auftritt wird ab dem 09.10.2008, 11.15 Uhr unter http://schwarzbuch.steuerzahler.de freigeschaltet sein.

Quelle: Bund der Steuerzahler

Sonntag, 5. Oktober 2008

Bundesregierung gibt Garantie für Spareinlagen

Zur Rettung des angeschlagenen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate haben sich Fachleute von Regierung, Bundesbank und Bankenaufsicht im Bundeskanzleramt getroffen. "Wir werden nicht zulassen, dass die Schieflage eines Finanzinstituts zu einer Schieflage des gesamten Systems wird", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Dafür werde die Bundesregierung sorgen. Das seien wir auch den Steuerzahlern schuldig, sagte Merkel nach der Sitzung am Samstagmorgen. Die Kanzlerin versicherte, kein Sparer müsse sich um seine Einlagen sorgen. Dafür stehe die Bundesregierung ein.

Es werde zudem mit Hochdruck daran gearbeitet, die Hypo Real Estate zu sichern, sagte Merkel. Derzeit geht es darum, die Fakten zu sammeln, zu prüfen und daraus Konsequenzen abzuleiten. Viel Zeit bleibt nicht: Bis zur Öffnung der Börsen in Asien am frühen Montagmorgen soll eine Lösung stehen.

Schuldige zur Verantwortung ziehen
Die Hypo Real Estate hatte am Samstagabend überraschend mitgeteilt, mehrere Banken hätten ihre Kreditzusagen zurückgezogen. Finanzminister Peer Steinbrück zeigte sich entsetzt über das Management der Bankengruppe Hypo Real Estate. "Die Bundesregierung lehnt es ab, von den Banken dafür in eine Art Mitverantwortung gezogen zu werden, oder dass Risiken einseitig auf den Steuerzahler verlagert werden", sagte Steinbrück. Die Finanzbranche hat die internationale Finanzkrise und damit auch den möglichen Kollaps der Hypo Real Estate verursacht. Nun müssen die Banken das Problem auch aus der Welt schaffen. "Dessen unbenommen ist sich die Regierung aber ihrer gesamtstaatlichen Verantwortung bewusst, dass dieses Institut stabilisiert werden muss, weil sonst der Schaden nicht nur für die Bundesrepublik, sondern für viele vernetzte Finanzdienstleister in Europa unabsehbar groß wäre", sagte Steinbrück.

Quelle: Presseerklärung der Bundesregierung - Sonntagabend 05.10.2008

Mittwoch, 17. September 2008

Verbraucherpreise steigen im Vergleich zum Vorjahr

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im August 2008 gegenüber August 2007 um 3,1% gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2008 verringerte sich der Index um 0,3%.

Der Preisauftrieb hat sich leicht abgeschwächt, im Juni und Juli 2008 hatten die Jahresteuerungsraten bei + 3,3% gelegen. Die Schätzung für August 2008 wurde damit bestätigt.

Auch im August wird die Inflationsrate noch stark von den Preiserhöhungen für Energie (+ 13,0%) und Nahrungsmittel (+ 7,4%) beeinflusst, allerdings nicht mehr in dem Maße wie im vergangenen Monat. Beide Güterbereiche zusammen erklären im August etwa zwei Drittel der gesamten Teuerung.Im Energiebereich erhöhten sich vor allem die Preise für Mineralölerzeugnisse binnen Jahresfrist: Leichtes Heizöl verteuerte sich um + 43,4%, für Kraftstoffe waren 11,4% mehr zu zahlen. Aufgrund der gesunkenen Weltmarktpreise für Rohöl wurden die Spitzenwerte der Teuerungsrate aus dem Vormonat Juli 2008 jedoch nicht erneut überschritten. Auch die Preise für die anderen Haushaltsenergien liegen weit über denen des Vorjahres (darunter Gas: + 10,2% und Strom: + 7,1%). Ohne Einrechnung der Preisentwicklung für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) hätte die Teuerungsrate bei + 1,9% gelegen.Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich im Schnitt um 6,9% gegenüber dem Vorjahr. Besonders hohe Teuerungsraten bei Nahrungsmitteln weisen nach wie vor Molkereiprodukte und Eier auf (+ 17,2%; darunter Schnittkäse: + 25,8%; Quark: + 25,0% und Joghurt: + 18,5%). Auch Brot und Getreideerzeugnisse (+ 8,9%; darunter Mehl: + 35,3%; Nudeln: + 28,4% und Brötchen: + 8,9%) sowie Obst (+ 7,3%; darunter Zitronen: + 53,9% und Äpfel: + 10,9%) waren deutlich teurer als ein Jahr zuvor. Unterdurchschnittliche Preiserhöhungen waren dagegen bei Fisch und Fischwaren (+ 2,2%) zu verzeichnen. Bei der Teuerungsrate für Butter zeigt sich ein statistischer Basiseffekt: Butter war vor einem Jahr vorübergehend sehr teuer. Vergleicht man den Preis von heute mit dem von vor einem Jahr, so ergibt sich ein Preisrückgang (- 15,0%). Längerfristig betrachtet ist der Butterpreis deutlich gestiegen (gegenüber August 2005 um 17,4%). Auch die Preise für alkoholfreie Getränke haben sich überdurchschnittlich erhöht (+ 4,1%), vor allem für Mineralwasser, Säfte und Limonade (+ 5,0%; darunter Fruchtsaft aus Kernobst: + 24,1%).Verbraucherfreundlich blieb im Jahresvergleich die Preisentwicklung für langlebige Gebrauchsgüter: Im Schnitt war eine Preissenkung um 0,5% zu beobachten, erheblich billiger wurden vor allem Informationsverarbeitungsgeräte (- 16,1%; darunter Personalcomputer: - 24,0% und Laserdrucker: - 13,0%), Foto- und Filmausrüstungen (- 12,2%; darunter Digitale Kameras: - 15,5%) sowie Fernsehgeräte (- 19,5%).

Die Monatsrate von - 0,3% gegenüber Juli 2008 ist wesentlich auf Preisrückgänge für Mineralölprodukte zurückzuführen: Die Kraftstoffpreise sanken binnen Monatsfrist erheblich um 6,1% (darunter Dieselkraftstoff: - 7,7% und Superbenzin: - 5,5%), leichtes Heizöl verbilligte sich sogar um 10,5%. Im Vergleich zum Vormonat waren auch saisonbedingte Preisrückgänge für Pauschalreisen (- 0,4%) und Beherbergungsdienstleistungen(- 0,9%) zu beobachten.

Erstmals seit über einem Jahr (Mai 2007) sanken die Nahrungsmittelpreise im Schnitt um 0,4% binnen Monatsfrist. Typisch für diese Jahreszeit war der saisonbedingte Preisrückgang für Gemüse (- 6,3%; darunter Tomaten: - 13,4%; Salat: - 8,4% und Speisekartoffeln: - 7,9%) und einige Obstsorten (darunter Weintrauben: - 13,7% und Birnen: - 10,7%). Nur vereinzelt waren bei Lebensmitteln binnen Monatfrist erneut Preisanstiege zu verzeichnen (darunter Pflanzenöl: + 4,5%, Fleischwurst: + 3,4% und Margarine: + 1,5%).

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im August 2008 um 3,3% höher als im August 2007. Im Vergleich zum Vormonat sank der Index um 0,4%. Die Schätzung für den HVPI vom 27. August 2008 wurde damit bestätigt.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 350 vom 16.09.2008

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